Ausreichender Schutz für Studenten

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Jedes Jahr im Herbst starten rund 600.000 junge Erwachsene ihr erstes Semester an einer Hoch- oder Fachhochschule. Die meisten der Studenten sind in vielen Bereichen noch über ihre Eltern mitversichert. Doch dies gilt nicht in allen Fällen.

(verpd) Circa 2,3 Millionen Menschen sind deutschlandweit an einer Hoch- oder Fachhochschule eingeschrieben. Wer sich als Student jedoch nicht selbst um einen ausreichenden Versicherungsschutz kümmert, kann schnell in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Auch für Studenten ist es wichtig, einen ausreichenden privaten Versicherungsschutz zu haben, denn jeder – auch ein Student –, der einen anderen beispielsweise beim Fahrradfahren fahrlässig verletzt, haftet für dessen Schaden in unbegrenzter Höhe. Gerade bei Personenschäden kann dies schnell zur finanziellen Existenzgefährdung des Unfallverursachers führen.

Auch wer studiert, muss haften

Eine Privathaftpflicht-Versicherung würde zum Beispiel bei dem genannten Schadenfall einspringen. Doch nur wer direkt nach dem Schulabschluss ein Studium beginnt, ein bestimmtes Alter noch nicht überschritten hat und über kein eigenes regelmäßiges Einkommen verfügt, ist in der Regel kostenfrei über eine bestehende Privathaftpflicht- und Familienrechtsschutz-Versicherung der Eltern mitversichert. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob der volljährige Nachwuchs noch bei den Eltern wohnt oder bereits eine eigene Wohnung hat.

Wer allerdings vor dem Studium bereits eine Berufsausbildung absolviert hat, verheiratet ist oder regelmäßig einen Job ausübt, um Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen, hat über seine Eltern keinen Versicherungsschutz mehr und benötigt eine eigene Police.

Dies gilt auch, wenn der Student das in den Versicherungs-Bedingungen, die der elterlichen Police zugrunde liegen, genannte maximale Alter für eine Mitversicherung überschritten hat. In der Regel ist die Mitversicherung in der Familienrechtsschutz- und bei älteren Privathaftpflicht-Policen nämlich nur bis zum 25. Lebensjahr möglich.

Schutz für die Studentenbude

Zu beachten ist, dass bei einem Verkehrs-Rechtsschutzvertrag der Eltern keine Mitversicherung besteht.

Hat der Nachwuchs einen eigenen Führerschein oder schon ein eigenes Fahrzeug, sollte daher ein separater Fahrer-, oder bei Kfz-Besitz, ein Verkehrs-Rechtsschutzvertrag abgeschlossen werden.

Auch bei der Hausratversicherung ist das Hab und Gut eines Studenten meist nur so lange über die Hausratversicherung der Eltern mitversichert, wie er noch zu Hause wohnt. Sobald er umzieht, ist oftmals eine eigene Hausrat-Police notwendig.

Günstiger Krankenschutz

Sind die Eltern gesetzlich krankenversichert, können sich Studenten, solange sie nicht mehr als 375 Euro oder mit einem Minijob nicht mehr als 400 Euro verdienen, bis zum 25. Lebensjahr in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kostenfrei mitversichern.

Studierende, die maximal 30 Jahre alt sind und noch nicht das 14. Semester abgeschlossen haben, zahlen zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung einen festgelegten Beitrag. Dieser beträgt derzeit monatlich 64,77 Euro für die Krankenversicherung. Für die Pflegeversicherung werden zudem 13,13 Euro im Monat für kinderlose Studenten oder aber 11,64 Euro für Studenten mit Kindern berechnet.

PKV für Studenten

Studenten können aber auch bei einem privaten Krankenversicherer eine private Krankenvoll- und Pflegeversicherung abschließen. Die Versicherer bieten in der Regel für Studenten vergünstigte Tarife an.

Um als Student gut abgesichert zu sein, empfiehlt sich ein Beratungsgespräch mit uns Versicherungsberatern aus Berlin. Wir können die jeweilige Situation analysieren und klären, wo eventuell noch Absicherungslücken bestehen oder bereits Schutz durch eine kostenlose Mitversicherung bei den Eltern gegeben ist.