Die meisten Sozialkassen haben hohe Geldpolster

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Die Sozialversicherungs-Systeme in Deutschland haben im ersten Halbjahr ihre Überschüsse insgesamt deutlich ausweiten können. Nur in der Pflegeversicherung zeichnet sich eine gegenläufige Entwicklung ab.

(verpd) Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat jüngst über die Entwicklung der deutschen Sozialversicherungs-Systeme im ersten Halbjahr 2012 berichtet. Diese erreichten insgesamt ein Plus von 4,9 Milliarden Euro. Negativ verlief die Entwicklung lediglich im Bereich der sozialen Pflegeversicherung, die in diesem Halbjahr rote Zahlen schrieb.

Die deutschen Sozialversicherungs-Systeme haben im ersten Halbjahr 2012 dank der weiterhin guten Konjunktur die kassenmäßigen Finanzierungs-Überschüsse deutlich ausweiten können. Insgesamt ergab sich nach amtlichen Angaben ein Plus von 4,9 Milliarden Euro.

Einnahmen um 1,6 Prozent gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilte, summierten sich die Einnahmen der Sozialversicherungen auf 262,0 Milliarden Euro. Damit stiegen die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent, was vor allem mit der wachsenden Zahl sozialversicherungs-pflichtig Beschäftigter begründet wurde. Die Ausgaben lagen mit 257,1 Milliarden Euro entsprechend um 1,3 Prozent höher.

Die Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung, die Rentenversicherung und knappschaftliche Rentenversicherung, die soziale Pflegeversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit.

In der Rentenversicherung nehmen die Rücklagen weiter zu

In der Rentenversicherung ergab sich eine deutlich stärkere Zunahme beim Einnahmezuwachs als bei der Ausgabensteigerung. Allerdings muss gesehen werden, dass in den Zahlen die Rentenerhöhung zum 1. Juli noch nicht enthalten ist.

Die Einnahmen der Rentenversicherung (einschließlich Bundeszuschüsse) wuchsen um 2,0 Prozent auf 126,6 Milliarden Euro. Der Ausgabenanstieg betrug lediglich 1,2 Prozent, und zwar auf 125,6 Milliarden Euro. Nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr steht jetzt ein Plus von einer Milliarde Euro in der Bilanz.

Überschuss in der gesetzlichen Krankenversicherung geschrumpft

Die Wirkung aus den gesetzlichen Dämpfungsmaßnahmen bei Arzneimitteln scheint im Zeitablauf nachzulassen. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stiegen die Einnahmen in den ersten sechs Monaten um 2,3 Prozent auf 94,9 Milliarden Euro. Die Ausgaben nahmen aber um 3,2 Prozent auf 92,6 Milliarden Euro stärker zu, sodass der Überschuss mit 2,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,9 Milliarden Euro) deutlich geringer ausfiel.

Die Einnahmen der sozialen Pflegeversicherung beliefen sich auf rund 11,2 Milliarden Euro. Dem Anstieg der Einnahmen um 3,5 Prozent stand allerdings ein Zuwachs der Ausgaben um 4,6 Prozent auf rund 11,4 Milliarden Euro gegenüber. Nach einem noch ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr ergab sich jetzt ein Fehlbetrag von rund 0,1 Milliarden Euro.

Bundesarbeitsagentur profitiert vom Aufschwung am Arbeitsmarkt

Von der konjunkturellen Belebung am Arbeitsmarkt konnte die Bundesagentur für Arbeit auch im ersten Halbjahr 2012 weiter profitieren. Die Einnahmen sanken zwar wegen der geringeren Inanspruchnahme von Bundesmitteln um 5,4 Prozent auf 18,0 Milliarden Euro. Die Ausgaben gingen mit 8,8 Prozent aber noch deutlicher auf 16,3 Milliarden Euro zurück. Damit konnte die Arbeitsagentur ihre Überschüsse um rund 50 Prozent auf 1,8 (Vorjahr: 1,2) Milliarden Euro ausweiten.

Destatis wies drauf hin, dass wegen der starken unterjährigen Schwankungen der Einnahmen und Ausgaben anhand der Halbjahresdaten noch keine Rückschlüsse auf das Jahresergebnis gezogen werden könnten.

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