Jetzt schnell sein und Geld sparen

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Wer in diesem Jahr noch bestimmte Ausgaben tätigt, kann diverse Finanzvorteile nutzen und beispielsweise durch Versicherungsprämien seine Steuerlast reduzieren.

(verpd) Zahlreiche Ausgaben wie beispielsweise für bestimmte Versicherungen sind noch in diesem Jahr steuerlich absetzbar, wenn Zahlungen dafür bis zum 31. Dezember 2012 geleistet werden. Damit reduziert sich das steuerpflichtige Einkommen in 2012, was auch die Höhe der vom Staat verlangten Lohn- beziehungsweise Einkommensteuer mindert. Wer bestimmte Anträge noch dieses Jahr einreicht, profitiert zudem von sonstigen finanziellen oder versicherungsrechtlichen Vorteilen.

Arbeitnehmer können jedes Jahr steuerlich einiges sparen, wenn sie bestimmte Fristen einhalten. Beispielsweise lässt sich der Lohnsteuerabzug des Bruttogehalts in 2013 verringern, wenn Arbeitnehmer bestimmte steuerlich absetzbare Kosten vorab dem Finanzamt bekanntgeben.

Entsprechende Freibeträge gibt es beispielsweise für die regelmäßig anfallenden Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder für ein neugeborenes Kind.

Weniger Abzüge vom Bruttogehalt

Der Arbeitnehmer muss dazu beim Finanzamt einen entsprechenden Antrag einreichen. Den hierfür notwendigen amtlich vorgeschriebenen Vordruck, wie den Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2013 oder den Vereinfachten Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2013, gibt es kostenlos online im Formular-Management-System der Bundesfinanzverwaltung oder direkt beim zuständigen Finanzamt.

Eine Steuerermäßigung für die ab Januar 2013 ausbezahlten Löhne gibt es nur, wenn vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. November 2013 ein entsprechender Antrag gestellt wurde. Danach wird eine entsprechende Steuerermäßigung nur noch bei einer Veranlagung zur Einkommensteuer für das Steuerjahr 2013 berücksichtigt.

Steuereinsparungen

Für die steuerliche Absetzbarkeit von Kosten bei der Lohn- und Einkommensteuer für 2012 ist es wichtig, dass bestimmte Rechnungsbeträge noch in diesem Jahr bezahlt wurden. Sogenannte Werbungskosten sind zwar für Arbeitnehmer bis zu einem Pauschalbetrag in Höhe von 1.000 Euro absetzbar. Wer mit Quittungen belegt, dass er in 2012 dafür mehr ausgegeben hat, kann im bestimmten Rahmen auch mehr steuerlich absetzen.

Zu den Werbungskosten zählen beispielsweise Arbeitsmittel, wie Fachliteratur oder Bürobedarf, Ausgaben für Berufskleidung, Bewerbungskosten oder Beiträge für Berufsverbände. Versicherungen, die überwiegend Risiken der beruflichen Tätigkeit abdecken, wie die Musikinstrumente-Versicherung bei Berufsmusikern oder die Diensthaftpflicht-Versicherung für Lehrer, Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst, sind ebenfalls als Werbungskosten steuerlich absetzbar.

Absicherung von beruflichen Risiken

Versicherungen, die sowohl private wie auch berufliche Risiken abdecken, können anteilig als Werbungskosten geltend gemacht werden. Beispielsweise sind in einer Privatrechtsschutz-Versicherung für Arbeitnehmer oft Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber mitversichert. Die genannte Rechtsschutz- wie auch eine kombinierte Berufs- und Privathaftpflicht-Police sind in Höhe des beruflichen Prämienanteils absetzbar.

Bei einer privaten Unfallversicherung sind üblicherweise auch Unfälle abgedeckt, die sich während der Berufstätigkeit ereignen. Bei der Unfallversicherung erkennt das Finanzamt in der Regel pauschal die Hälfte der im Steuerjahr gezahlten Prämie als Werbungskosten an.

Von Handwerkerkosten bis zur Risikolebens-Versicherung

Auch andere Ausgaben beispielsweise für verordnete Medikamente oder Behandlungen, für Handwerker oder haushaltsnahe Dienstleister wie eine Haushaltshilfe können unter Umständen die Steuerlast reduzieren. Ebenso sind private Vorsorgeaufwendungen je nach Vertragsgestaltung steuerlich absetzbar.

Darunter fallen beispielsweise gezahlte Prämien für private Kranken-, Pflege-, Berufsunfähigkeits-, Unfall- und Risikolebens-Versicherungen sowie Beiträge zur eigenen Altersvorsorge. Da einige Kosten komplett, andere wie für Arbeitsmittel nur anteilig steuermindernd sind, ist es sinnvoll, bei individuellen Fragen einen Steuerberater oder auch das zuständige Finanzamt hinzuzuziehen.

Riestern bringt Geld

Unter anderem erhalten gesetzlich rentenversicherungs-pflichtige Arbeitnehmer, Beamte und einige Selbstständige sowie deren Ehepartner finanzielle Unterstützung vom Staat für die private Altersvorsorge. Zu jedem Riester-Vertrag gibt es nämlich einen Zuschuss. Gefördert wird in Form der sogenannten Grundzulage von jährlich 154 Euro. Zusätzlich gibt es eine Kinderzulage in Höhe von 185 Euro pro Jahr je Kind, für das der Riester-Sparer Kindergeld erhält.

Für Kinder, die ab 2008 geboren wurden, gibt es sogar 300 Euro jährlich. Zudem sind die Aufwendungen bis zu 2.100 Euro in vielen Fällen steuerlich absetzbar. Um die volle Förderung zu erhalten, müssen inklusive der staatlichen Zuschüsse mindestens vier Prozent des Vorjahresbrutto-Einkommens in einen Riester-Vertrag eingezahlt werden. Wer sich nicht die volle staatliche Zulage bei seinem Riester-Vertrag entgehen lassen möchte, hat noch bis 31. Dezember 2012 Zeit seine Zuzahlungen bis zur notwendigen Höchstgrenze zu leisten.

Bonbon für Selbstständige

Auch Selbstständige werden bei der Altersvorsorge staatlich unterstützt, wenn sie eine sogenannte Rürup-Rente abschließen. Es handelt sich dabei um eine private, kapitalgedeckte Leibrentenversicherung, bei der die Prämien bis zu einem bestimmten Betrag steuerlich geltend gemacht werden können. Für dieses Jahr können 74 Prozent der tatsächlichen Aufwendungen von höchstens 20.000 Euro als Sonderausgaben, also 14.800 Euro in 2012, steuerlich geltend gemacht werden.

Bei zusammen veranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag. Demnach sind es in diesem Jahr 29.600 Euro (74 Prozent von 40.000 Euro). Eine steuerliche Berücksichtigung für 2012 ist jedoch nur für die Beiträge möglich, die noch in 2012 eingezahlt werden. Bis 2025 steigt der Prozentsatz für die steuerliche Abzugsfähigkeit jährlich um zwei Prozent, bis 100 Prozent erreicht sind. Im Gegenzug wird die Rentenleistung nachgelagert besteuert, also ab Rentenbeginn.

Beratung hilft Geld sparen

Wer keinen Riester- oder Rürup-Vertrag hat, obwohl er förderberechtigt ist, sollte schnell einen entsprechenden Vertrag abschließen und die notwendigen Versicherungsbeiträge für 2012 einzahlen. Nur dann erhält er noch die komplette staatliche Förderung für dieses Jahr. Wer zudem sichergehen möchte, dass er im Bereich der Versicherungen in 2012 nicht bares Geld verschenkt, nur weil er Fristen verpasst, sollte sich umfassend von uns Versicherungsexperten beraten lassen.

Steuerliche Vorteile lassen sich mit Versicherungsbeiträgen, aber auch mit anderen Ausgaben erzielen, soweit sie in 2012 noch bezahlt wurden. Ob und in welcher Höhe hier noch Steuerersparnisse möglich sind, kann für den individuellen Fall beim Steuerberater nachgefragt werden.