Gegen teure Überraschungen auf der Fernreise

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Je nach Urlaubsland müssen sich Reisende frühzeitig um notwendige Papiere und vorgeschriebene Impfungen kümmern. Auch ein passender Versicherungsschutz darf nicht fehlen. Nur so lässt sich verhindern, dass nicht nur im Krankheitsfall hohe Kosten selbst getragen werden müssen.

(verpd) Zwischen Nord- und Südpol ist schon fast jede exotische Region touristisch erschlossen. In vielen Ländern sind ein Visum und mehrere Impfungen verpflichtend. Ein Versicherungspaket sichert zudem spezielle Risiken ab, die durch die Auslandsreise entstehen.

Ob Dschungelfahrt auf dem Amazonas, Badeurlaub an den Traumstränden in Thailand oder Safari in Afrika – für all diese Fernreiseziele braucht es eine besondere Reisevorbereitung.

Idealerweise vereinbart man beispielsweise bereits drei bis vier Monate vor dem eigentlichen Urlaubsantritt einen Besuch bei einem Hausarzt, um die für den Trip nötigen Impfungen zu klären. Denn mit den Prophylaxen muss oftmals frühzeitig begonnen werden, da einige Impfstoffe erst nach mehreren Wochen wirken.

Notwendige Impfungen

Für Reisen nach Lateinamerika sind Impfungen gegen Gelbfieber, Hepatitis A/B, Typhus, Tollwut und Tetanus/Diphtherie wichtig.

Bei Asien- und Afrikareisen werden von Gesundheitsexperten der Dreifachimpfstoff gegen Polio, Diphtherie und Tetanus wie auch Impfungen gegen Hepatitis A/B, Meningokokken-Meningitis, Typhus und Tollwut dringend angeraten. Speziell in Asien ist auch eine Impfung gegen die weitverbreitete Japanische Enzephalitis nötig.

Mehr Informationen zu den empfohlenen oder auch vorgeschriebenen Impfungen in den einzelnen Ländern gibt es beim Centrum für Reisemedizin, beim Auswärtigen Amt, bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. und bei den diversen Tropeninstituten in Deutschland.

Papierkram frühzeitig erledigen

Die Gültigkeit des Reisepasses gilt es ebenfalls frühzeitig zu prüfen. Auch ein möglicherweise notwendiges Visum muss rechtzeitig beantragt werden. Denn auf die Verlängerung oder Ausstellung der Dokumente muss man unter Umständen einige Wochen warten.

Für den Fall des Verlustes oder Diebstahls der wichtigsten Dokumente wie Reisepass, Flugticket und Reservierungen sind vorher angefertigte Kopien dieser Unterlagen hilfreich.

Wichtige Telefonnummern und Anlaufstellen – etwa von den Auslandsvertretungen – können im Notfall nützlich sein. Informationen für Reisende wie Angaben zur Visumpflicht und Sicherheitshinweise sind online beim Auswärtigen Amt abrufbar.

Wenn die Reise nicht angetreten werden kann

Nach dem Buchen der Reise können unerwartete Ereignisse eintreten, die den Antritt der Reise unmöglich machen.

Dies kann beispielsweise infolge schwerer Verletzungen, plötzlich auftretender Krankheiten oder auch aufgrund eines schwerwiegenden Feuer- oder Einbruchschadens am Eigentum des Reisenden oder eines Mitreisenden aber auch der Tod eines Familienangehörigen der Reisenden der Fall sein.

Dann können Stornokosten von bis zu 100 Prozent des Reisepreises anfallen. Eine zeitnah zur Buchung abgeschlossene Reiserücktritts-Versicherung kommt in den genannten und einigen weiteren Fällen für die anfallenden Kosten auf. Es gibt sie als Einmalpolicen oder für das ganze Jahr.

Krank im Urlaub

Ferne Länder bedeuten oft auch ungewohnte Lebensmittel und Zubereitungen, Trinkwasser in zweifelhafter Qualität, unzureichende Sicherheitsvorkehrungen an touristischen Einrichtungen und mangelnde medizinische Versorgung. Somit ist vielfach die Gefahr von Krankheiten und Unfällen erhöht, während gleichzeitig die Behandlungs-Möglichkeiten vor Ort nicht den deutschen Standards entsprechen. Und auch für „normale" Erkrankungen und Unfälle stellt sich die Frage, wer für anfallende Behandlungs- und Transportkosten aufkommt.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erstattet anfallende Krankheitskosten nur in den Ländern der Europäischen Union (EU) und in anderen Ländern, mit denen ein Sozialversicherungs-Abkommen besteht. Allerdings ist damit auch in solchen Ländern oft nur eine Grundversorgung gegeben. Zudem muss man damit rechnen, nur als Selbstzahler optimal versorgt zu werden. Das kann jedoch in Einzelfällen mehrere Hunderttausend Euro kosten.

Der Krankenrücktransport aus dem Ausland in die Bundesrepublik wird beispielsweise in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen. Für einen eventuell notwendigen Rücktransport nach Deutschland wird teils ein fünfstelliger Betrag berechnet. Wer sich vor solchen Risiken schützen will, schließt sinnvollerweise eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab.

Bedarfsgerechter Versicherungsschutz

Entsprechend den individuellen Gegebenheiten können weitere Reiseversicherungen sinnvoll sein. So ist die Notwendigkeit einer Reisegepäckversicherung bei einem Badeurlaub mit kleinem Gepäck anders zu beurteilen als bei einer Expedition mit teurer Ausrüstung oder bei einem Urlaub mit wertvoller Sport- und/oder Fotoausrüstung.

Manche Reisebüros bieten auch Versicherungsverträge wie Reisehaftpflicht- oder Reiseunfall-Policen mit an. Diese Kosten kann man sich sparen, wenn man eine private Haftpflicht-Police und eine private Unfallversicherung hat, da diese nicht nur, aber eben auch im Urlaub gelten können.

Eine geplante Reise ist eine gute Gelegenheit, den Schutz der vorhandenen Versicherungspolicen zu überprüfen. Wir beraten bedarfsgerecht, welcher zusätzliche Versicherungsschutz für die geplante Reise notwendig und was bereits über bestehende Versicherungsverträge abgedeckt ist. Passend abgesichert steht einem unbeschwerten Urlaubsgenuss dann nichts mehr im Wege.

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