Damit mitfahrende Kinder im Auto sicher sind

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Durch zahlreiche Maßnahmen können Eltern und Pkw-Fahrer, die Kinder als Insassen mitnehmen, deren Sicherheit verbessern.

(verpd) Letztes Jahr verunglückten über 10.000 mitfahrende Kinder unter fünfzehn Jahren bei Verkehrsunfällen im Auto so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden mussten. Unfälle mit schwerwiegenden Folgen lassen sich jedoch bei Kindern bis zwölf Jahren vermeiden, wenn Kindersitze verwendet werden.

Kinder unter zwölf Jahren oder kleiner als 1,50 Meter dürfen laut Gesetz nur in einem geeigneten und dem Alter entsprechenden Kindersitz im Auto mitfahren. Das gilt auch bei kurzen Strecken, die mit niedriger Geschwindigkeit zurückgelegt werden.

Und das aus gutem Grund, denn wie der Deutsche Verkehrs-Sicherheitsrat (DVR) betont, haben ungesicherte Kinder im Auto ein siebenmal höheres Risiko, schwer verletzt oder getötet zu werden.

Gefährlicher Leichtsinn

Trotzdem sind die kleinen Mitfahrer häufig nicht ausreichend gesichert. So waren 2012 nach Aussagen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) nur 89 Prozent der Kinder ab sechs Jahren auf Landstraßen mit Kindersitzen gesichert.

Innerorts lag die Quote sogar bei nur 73 Prozent. Mit Erwachsenengurten und damit nicht altersgerecht gesichert, waren die über Sechsjährigen in zehn Prozent der Fälle auf Landstraßen und sogar 25 Prozent innerhalb einer Ortschaft.

Völlig ungesichert fuhren sogar ein Prozent der ab Sechsjährigen im Auto mit. Viele Eltern können zudem die Sicherungssysteme nicht richtig handhaben.

So sind die Kinder gut geschützt

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) erklärt, welche Kindersicherung im Auto vorgeschrieben ist und was dabei beachtet werden sollte. So ist für die Mitnahme von Neugeborenen eine Babyschale, die immer rückwärts und am besten auf der Rückbank eingebaut wird, Pflicht. Ein Kind gehört so lange in die Babyschale, bis der Kopf an den Schalenrand reicht.

Kinder bis etwa 4,5 Jahre werden abhängig von ihrem Gewicht in einem Kindersitz der ECE-Gruppe I transportiert, ältere Kinder in Kindersitzen der ECE-Gruppen II und III. Die DGUV rät von der Verwendung gebrauchter Kindersitze ab, wenn man den Verkäufer nicht kennt und nicht weiß, ob der Kindersitz eventuell beschädigt ist.

Bevor man sich für ein Isofix-System entscheidet, sollte man sich vorab im Internet informieren, da nicht jedes Modell in jedem entsprechend ausgerüsteten Fahrzeug einsetzbar ist. Die DGUV rät dringend davon ab, einfache Sitzerhöhungen ohne Rückenlehne und Kopfstützen zu benutzen.

Sicher ist sicher

Jeder Käufer eines Kindersitzes sollte sich beim Kauf zeigen lassen, wie dieser richtig in das jeweilige Auto eingebaut und das Kind darin gesichert wird. Denn ein falsch installierter Sitz hat bei einem Unfall unter Umständen keine Sicherheitsfunktion. Insbesondere mangelnde Sorgfalt kann zu Fehlern führen und damit den Schutz für die kleinen Passagiere verringern.

Ein über zwölfjähriges Kind darf zwar auch ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen im Auto mitfahren, selbst wenn es kleiner ist als 1,50 Meter, allerdings raten Verkehrsexperten in diesem Fall dazu, trotzdem eine Sitzerhöhung zu verwenden.

Nur so ist gewährleistet, dass ein Dreipunkt-Sicherheitsgurt eines Pkws, der in der Regel auf Personen mit einer Mindestgröße von 1,50 Metern ausgerichtet ist, richtig sitzt und im Ernstfall vor schweren Verletzungsschäden schützt.