2012 litt fast jeder 50. in Deutschland an Hautkrebs

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Zum Thema Krebs gibt es wenig beruhigende Zahlen. Ein vor Kurzem vorgestellter Report kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass besonders Hautkrebs häufig unterschätzt wird.

(verpd) Ein gesetzlicher Krankenversicherungs-Träger hat jüngst einen Arztreport mit dem Schwerpunkt Hautkrebs vorgelegt. 2012 waren demnach in Deutschland rund 1,56 Millionen Menschen von Hautkrebs betroffen. Die Zahl der erkrankten Menschen ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Dennoch beugen viel weder vor noch nutzen sie die kostenlosen Vorsorge-Untersuchungen.

Vor Kurzem hat die Barmer GEK, eine gesetzliche Krankenkasse, ihren Arztreport 2014 vorgestellt, der sich dem Schwerpunktthema Hautkrebs widmet. Danach waren im Jahr 2012 in Deutschland rund 1,56 Millionen Menschen vom besonders bösartigen schwarzen Hautkrebs oder vom hellen Hautkrebs betroffen. Manche sogar mehrfach.

Vorbeugung ist einfach

Wie der stellvertretende Vorsitzende der Krankenkasse, Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, mitteilte, stieg im Zeitraum zwischen 2005 und 2012 der Anteil der Menschen mit schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) bereinigt um demografische Effekte um 60 Prozent. Bei hellem Hautkrebs – vor allem Basalzell- und Plattenepithel-Karzinome – nahm die Fallzahl sogar um 79 Prozent zu.

„Hautkrebs ist wohl eine der unterschätzten Krebserkrankungen in Deutschland", erklärt Schlenker. Viele Menschen seien sich der Gefahr von UV-Strahlung nicht bewusst.

Dabei sei vorbeugen einfach: Schatten statt Sonne, UV-Schutz mit sonnengerechter Kleidung inklusive Kopfbedeckung, Sonnenschutzcreme und Sonnbrille sowie der Verzicht auf Solarien.

Nur ein knappes Drittel nutzt das Hautkrebs-Screening

Seit Juli 2008 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für das Hautkrebs-Screening, wobei Personen ab 35 Jahre alle zwei Jahre eine solche Untersuchung kostenlos vornehmen lassen können. Nach den Hochrechungen der Krankenkasse wurden im Jahr 2012 insgesamt 7,55 Millionen Screening-Untersuchungen abgerechnet. Damit hätte nur knapp ein Drittel der Anspruchsberechtigten (32 Prozent Frauen, 30 Prozent Männer) die Vorsorgeuntersuchung wahrgenommen, obwohl eine frühzeitige Diagnose die Heilungschancen extrem erhöht.

Manche gesetzlichen Krankenkassen und die meisten privaten Krankenversicherungen bieten die entsprechende Vorsorge zur Früherkennung bereits auch für jüngere Versicherte an. Dies ist auch sinnvoll, denn allein 2012 erhielten rund 48.800 Menschen eine Hautkrebsdiagnose, die jünger als 35 Jahre waren und somit nicht zum Personenkreis gehörten, an die sich das „normale" Vorsorge-Screening richtet.

Übrigens: Auch privat Krankenversicherte müssen für Vorsorgeuntersuchungen, die für gesetzlich Krankenversicherte kostenlos sind, in der Regel weder in dem von ihnen abgeschlossenen Tarif vereinbarte Selbstbehalte zahlen noch wirkt sich die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen auf die Beitragsrückerstattung aus.