Immer mehr Frauen sind finanziell unabhängig

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Der Anteil der Frauen, die von ihrer eigenen Erwerbstätigkeit leben, ist in den letzten sechs Jahren signifikant angestiegen. Woran erwerbstätige Frauen denken sollten, damit auch bei Notlagen der Lebensunterhalt gesichert ist.

(verpd) Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat die Erwerbstätigkeit von Frauen in Deutschland in den letzten zehn Jahren deutlich zugenommen. Ebenfalls gestiegen ist der Anteil der Frauen, die ihren Lebensunterhalt vorwiegend durch die eigene Berufstätigkeit bestreiten, und nicht vom Einkommen eines Ehe- oder Lebenspartners abhängig sind. Letztendlich bedeutet das, dass immer mehr Frauen entsprechend selbst vorsorgen müssen, falls sie aufgrund eines Unfalles oder einer Krankheit nicht mehr arbeiten können.

Vor zwölf Jahren lag die Erwerbstätigenquote der Frauen hierzulande bei 61,8 Prozent. Zehn Jahre später, also bis 2012, ist der Anteil bereits auf 71,5 Prozent angestiegen. Vor zwei Jahren waren somit 17,7 Millionen Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren erwerbstätig.

2012 deckten zudem 45 Prozent der Frauen ihren Lebensunterhalt überwiegend durch ihre eigene Erwerbs- und Berufstätigkeit und waren somit nicht mehr von einem Ehe- oder Lebenspartner finanziell abhängig. Im Vergleich dazu lebten im Jahre 1996 sechs Prozent weniger, nämlich nur 39 Prozent der Frauen überwiegend von ihren eigenen Einkünften. Dies sind Fakten, die das Statistische Bundesamt (Destatis) vor Kurzem veröffentlicht hat.

Haupteinkommensquellen der Frauen

Die Statistiken zeigen weiter, das der Anteil der Frauen, die hauptsächlich auf die Einkünfte ihrer Angehörigen, insbesondere des Ehe- beziehungsweise Lebenspartners als Haupteinkommensquelle angewiesen sind, von 24 Prozent im Jahre 1996 auf 18 Prozent in 2012 gesunken ist.

Gleich geblieben ist im selben Zeitraum mit 29 Prozent der Anteil der Frauen, deren Lebensunterhalt durch eine Rente oder Pension finanziert ist. Ebenfalls nicht verändert hat sich die Frauenquote, die hauptsächlich von sonstigen Einnahmen, wie zum Beispiel Arbeitslosengeld, Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende oder von Vermögenseinkünften, wie Zinsen oder Mieteinnahmen, lebt. Sie beträgt acht Prozent.

Reduziert sich aus irgendeinem Grund das Einkommen der Frauen, die hauptsächlich von ihrer Berufstätigkeit leben, oder fällt es komplett weg, können schnell finanzielle Schwierigkeiten eintreten. Daher sollten berufstätige Frauen, dies gilt ebenso für berufstätige Männer, frühzeitig für mögliche Notfälle wie eine längere Krankheit oder eine eintretende Berufsunfähigkeit vorsorgen.

Bei längerer Krankheit

Insbesondere gut verdienende Angestellte, aber vor allem auch Selbstständige, die keine gesetzliche Absicherung haben, müssen bei einer längeren Arbeitsunfähigkeit mit hohen finanziellen Einbußen im Vergleich zum Gehalt oder Einkommen rechnen.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zahlt beispielsweise Arbeitnehmern bei einer Arbeitsunfähigkeit, die nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fällt, für maximal 78 Wochen 70 Prozent des Bruttolohns, aber höchstens 90 Prozent des Nettoeinkommens. Die GKV berücksichtigt für die Höhe des Krankengeldes zudem maximal das Einkommen bis zur Beitragsbemessungs-Grenze (monatlich 4.050 Euro in 2014). Das Gehalt oberhalb dieser Grenze wird nicht miteinbezogen.

Selbstständige haben in der Regel gar keinen Anspruch auf ein gesetzliches Krankentagegeld. Wer beispielsweise als Einmannfirma tätig ist, steht ohne eine private Einkommenssicherung im schlimmsten Fall bereits ab dem ersten Tag ohne Einkommen da.

Wenn arbeiten nicht mehr möglich ist

Zudem sind viele Selbstständige nicht gesetzlich rentenversichert. Damit steht ihnen auch keine Erwerbsminderungsrente zu, wenn sie dauerhaft arbeitsunfähig sind.

Doch auch Arbeitnehmer, die aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalles ihren Beruf nicht mehr ausüben können, haben keinen Anspruch auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente, wenn sie nach dem 1. Januar 1961 geboren sind. Sollte ein gesetzlich Rentenversicherter keiner beruflichen Tätigkeit irgendeiner Art mehr nachgehen können, hat er zwar unter Umständen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente, doch auch diese liegt weit unter dem bisherigen Verdienst.

Um Einkommenseinbußen im Krankheitsfall und bei Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit zu vermeiden, bietet die Versicherungswirtschaft diverse bedarfsorientierte Lösungen an. Eine Absicherung ist beispielsweise über eine private Krankentagegeld-, eine Berufs- und/oder eine Erwerbsunfähigkeits-Versicherung möglich. Da ein optimaler Versicherungsschutz vom Familienstand, aber beispielsweise auch von der finanziellen Situation, der Berufstätigkeit sowie der individuellen Lebensplanung abhängt, empfiehlt sich ein umfassendes Beratungsgespräch mit uns Versicherungsexperten.

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