Die richtige Absicherung für Au-pair-Kräfte

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(verpd) Die maximale Arbeitszeit, das von der Gastfamilie zu zahlende Taschengeld wie auch die Art der Tätigkeiten einer Au-pair-Kraft sind im „Europäischen Abkommen über die Au-pair-Beschäftigung“ geregelt und auch hierzulande entsprechend einzuhalten. Zudem muss die Gastfamilie dafür sorgen, dass die Au-pair-Kraft einen bestimmten Versicherungsschutz hat.

Eine Au-pair-Kraft hat im Gegensatz zu einer Haushaltshilfe üblicherweise keinen Arbeitsvertrag, der die Arbeitszeit und den Arbeitslohn regelt, sondern einen Au-pair-Vertrag. Dieser sollte unter anderem den Zeitraum der Beschäftigung, die täglichen Beschäftigungszeiten und die Beschreibung der Tätigkeit sowie die Höhe des Taschengeldes, enthalten.

Eine Au-pair-Kraft darf entsprechend den Vorschriften des „Europäischen Abkommens über die Au-pair-Beschäftigung“ nur eine Kinderbetreuung sowie leichte Tätigkeiten im Haushalt übernehmen. Die Arbeitszeit ist in der Regel auf fünf bis sechs Stunden pro Tag, höchstens jedoch auf sechs Tage und maximal 30 Stunden pro Woche begrenzt. Das monatliche Taschengeld sollte mindestens 260 Euro betragen. Da bei einer Au-pair-Hilfe weder die Arbeitszeit vertraglich vereinbart ist noch ein Arbeitslohn an sie gezahlt wird, unterliegt die Beschäftigung nicht der Sozialversicherungs-Pflicht.

Notwendige Absicherung bei Unfall und Krankheit

Mehr Informationen über die Pflichten bei der Beschäftigung einer Au-pair-Kraft gibt es online als herunterladbaren Flyer bei der Bundesagentur für Arbeit. Eine Gastfamilie, die hierzulande eine Au-pair-Kraft beschäftigt, hat beispielsweise auch die Pflicht bestimmte Risiken abzusichern und die Versicherungsprämien dafür zu übernehmen.

Nach Informationen des Bundesverbands Au-pair muss für den gesamten Aufenthalt der Au-pair-Kraft eine Kranken- und Unfallversicherung bestehen. Versichert werden müssen im Einzelnen die Kosten im Falle eines Unfalles, einer Schwangerschaft und Geburt sowie einer Krankheit.

Damit eine Au-pair-Kraft nach einem Unfall ausreichend abgesichert ist, sollte nach Angaben von Experten die Unfallversicherung eine Versicherungssumme im Invaliditätsfall von mindestens 100.000 Euro aufweisen. Zudem kann es sinnvoll sein, eine Entschädigung, die der Gastfamilie zukommt, zu vereinbaren, falls die Au-pair-Kraft nach einem Unfall beispielsweise wegen eines notwendigen Krankenhausaufenthaltes länger als zwei Wochen ausfällt.

Damit ein Missgeschick der Au-pair-Kraft nicht zum Drama wird

Die Krankenversicherung sollte auch die Kosten für einen Zahnersatz nach Unfällen, medizinisch notwendige Krankenrücktransporte, aber auch Zahnbehandlungen mitabdecken. In der Regel kommt man mit einer privaten Kombinations-Versicherung sogar deutlich günstiger weg als mit den Sozialabgaben, die für einen normalen Arbeitnehmer bezahlt werden müssten.

Auch mögliche Schadenersatz-Forderungen und sonstige Haftpflichtansprüche, welche Dritte an eine Au-pair-Kraft stellen könnten, wenn dieser ein Missgeschick passiert ist, gilt es zum Beispiel mit einer Privathaftpflicht-Police abzusichern. Hat die Gastfamilie bereits eine bestehende Privathaftpflicht-Police, bieten manche Versicherer an, das Haftpflichtrisiko einer Au-pair-Hilfe kostenfrei oder gegen einen geringen Aufpreis in den Vertrag mitzuversichern.

Soll die Au-pair-Hilfe auch mit dem Auto der Gastfamilie fahren, sollte mit dem Kfz-Versicherer abgeklärt werden, ob dies in der Kfz-Versicherung mit abgedeckt ist oder werden kann. Prinzipiell hilft ein Beratungsgespräch mit einem Versicherungsexperten, den passenden Versicherungsschutz für eine Au-pair-Kraft zu finden.

 

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