Bluthochdruck – eine oft unbemerkte Lebensgefahr

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(verpd) Nach Angaben des Robert Koch Instituts leiden rund 20 Millionen 18- bis 79-Jährige hierzulande an Bluthochdruck (Hypertonie). Doch einer von fünf Erwachsenen weiß nichts von seiner Erkrankung, da ein erhöhter Blutdruck sich oftmals nicht durch Schmerzen bemerkbar macht. Bleibt die Hypertonie jedoch längere Zeit unbehandelt, kann dies nicht nur zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

Alle Körperregionen werden durch das Herz-Kreislauf-System mit Blut und damit mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das Blut fließt dazu mit einem bestimmten Druck durch die Blutgefäße. Je nach Bedarf des Organismus steigt oder fällt der Blutdruck.

Der richtige Blutdruck wird bei einem gesunden Menschen automatisch angepasst. So steigt der Blutdruck bei körperlichen Anstrengungen und sinkt während einer Ruhephase oder beim Schlafen. Doch nicht bei jedem funktioniert die automatische Anpassung.

Hohes Risiko durch Bluthochdruck

Bei jedem dritten Erwachsenen ist nach aktuellen Angaben des Robert Koch Instituts der Blutdruck auf Dauer zu hoch. Jeder fünfte Betroffene weiß zudem nicht, dass er unter Hypertonie leidet, wie Studien zeigen.

Dabei haben Menschen mit Bluthochdruck nach Angaben von Gesundheitsexperten eine siebenfach höhere Gefahr, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, als Menschen mit normalen Werten.

Zudem gibt es noch andere schwerwiegende Erkrankungen, wie chronische Niereninsuffizienz, Durchblutungsstörungen an den Beinen, Augenschädigungen und Demenz, welche durch Hypertonie verursacht werden können.

Wann der Blutdruck zu hoch ist

Um sicherzugehen, dass der Blutdruck in Ordnung ist, ist es wichtig, diesen regelmäßig messen zu lassen. Regelmäßig deshalb, da ein normaler oder niedriger Blutdruck im Laufe der Zeit nicht unbedingt immer so bleibt. Dies ist auch dadurch bedingt, weil im Alter die Gefäße ihre Elastizität verlieren können, was wiederum zum Bluthochdruck führen kann.

Die Blutdruckmessung kann beim Arzt oder auch in der Apotheke erfolgen. Alternativ gibt es auch spezielle Blutdruckmessgeräte für den Eigengebrauch. Bei der Blutdruckmessung werden zwei Werte ermittelt: Der obere (systolische) Druck ist der höchste Blutdruck, der durch die Herzmuskelkontraktion entsteht (Systole = Anspannungs- und Auswurfphase) und mittels der daraus resultierenden Pulswelle gemessen wird. Der untere (diastolische) Blutdruck ist der niedrigste Blutdruck, der vor der folgenden Herzmuskelkontraktion (Diastole = Entspannungs- und Füllungsphase) gemessen wird.

Die Blutdruckwertangabe erfolgt in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg), wobei 1 mmHg dem Druck entspricht, der von einer Quecksilbersäule von einem Millimeter Höhe erzeugt wird. Nach der geläufigsten Definition liegt eine Hypertonie (Bluthochdruck) vor, wenn der systolische (obere) Blutdruckwert 140 mmHg und/oder der diastolische (untere) Wert 90 mmHg oder mehr beträgt.

Präventionsmaßnahmen

Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte prinzipiell immer einen Arzt zurate ziehen, um abzuklären, ob eine Medikamenteneinnahme notwendig ist oder nicht. In manchen Fällen kann ein mäßiger Bluthochdruck mit systolischen Blutdruckwerten zwischen 140 bis 159 mmHg und/oder diastolischen Werten zwischen 90 bis 99 mmHg nämlich auch durch eine Änderung der Lebensweise normalisiert werden.

Um einem hohen Blutdruck vorzubeugen oder für eine Verbesserung im Krankheitsfall zu sorgen, ist eine gesunde Lebensweise von großer Bedeutung. Dazu gehören beispielsweise regelmäßige Bewegung, am besten dreimal wöchentlich ein Ausdauertraining von je 30 bis 45 Minuten, und der Verzicht auf Nikotin. Wichtig sind zudem ein ausreichender und ungestörter Schlaf, die Vermeidung oder Abbau von Übergewicht und chronischem Stress sowie eine gesunde Ernährung.

Nach Angaben von Gesundheitsexperten sollte man diesbezüglich möglichst wenig Alkohol und Zucker, dafür viel Gemüse, Vollkornprodukte, Salat, Obst, mindestens zweimal pro Woche Fisch, aber höchstens zwei- bis dreimal wöchentlich Fleisch zu sich nehmen. Zudem ist Raps- und Olivenöl den gehärteten Fetten wie Butter vorzuziehen. Besonders wichtig sei zudem eine salzarme Ernährung mit maximal vier Gramm Salz und mindestens 1,5 Liter kalorienfreie oder -arme Getränke wie Wasser oder ungesüßte Tees pro Tag.

 

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