Begleitetes Fahren mit dem Wagen der Eltern

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(verpd) Das „Begleitete Fahren“ ab 17 Jahren ist seit einigen Jahren deutschlandweit gesetzlich erlaubt. Neben anderen Voraussetzungen ist es dabei wichtig, dass die Jugendlichen nur ein Auto fahren, das auch entsprechend versichert ist. Anderenfalls drohen empfindliche Strafen.

In den meisten Fällen nutzen Jugendliche, die einen BF-17-Führerschein haben, das oder die Autos der Familie mit. In vielen normalen Kfz-Versicherungsverträgen sind jedoch Einschränkungen bei den Fahrern, die das Auto nutzen dürfen, vereinbart, da hierfür meist beachtliche Rabatte gewährt werden.

In einigen Kfz-Policen ist beispielsweise vereinbart, dass nur der Versicherungsnehmer und sein Ehepartner das Auto fahren dürfen, in anderen gibt es Vorgaben zum Mindestalter der Fahrer. Häufig ist der erlaubte Fahrerkreis beispielsweise auf Fahrer, die mindestens 23 oder 25 Jahre alt sind, begrenzt. Prinzipiell ist es daher wichtig, bei der entsprechenden Kfz-Versicherung abzuklären, ob der jugendliche Fahrer vertragsgemäß das Fahrzeug nutzen darf.

Berechtigter Fahrerkreis

Besteht eine Einschränkung des Fahrerkreises, lässt sich diese bei den meisten Kfz-Verträgen teils gegen einen Prämienaufschlag aufheben, sodass das Auto dann auch von einem BF-17-Fahrer genutzt werden kann. Wer jedoch den Kfz-Versicherer absichtlich nicht darüber informiert, dass der Pkw von einem Fahrer wie einem BF-17-Inhaber, der nicht dem vereinbarten Fahrerkreis entspricht, genutzt wird und den Kfz-Vertrag nicht anpassen lässt, begeht eine sogenannte Obliegenheitsverletzung.

Die Folgen können teuer sein. Zwar leistet die Kfz-Haftpflicht- wie auch die eventuell vereinbarte Kaskoversicherung im Schadenfall wie vereinbart, allerdings muss der Versicherungsnehmer mit einer rückwirkenden Beitragserhöhung rechnen.

Der Versicherer kann nämlich die Beitragsdifferenz zu der Prämie, die der Versicherungsnehmer eigentlich hätte zahlen müssen, wenn er wie vorgeschrieben den Fahrerkreis entsprechend den tatsächlichen Kriterien hätte erweitern lassen, rückwirkend verlangen. Je nach den zugrundeliegenden Vertragsbedingungen können Versicherer für die Obliegenheitsverletzung zudem zusätzlich einen kompletten Jahresbeitrag als Vertragsstrafe fordern.