Damit der Krebs keine Chance hat

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Rund 490.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Krebs. Doch eine derartige Diagnose ist noch lange kein Todesurteil, vor allem wenn man die Krankheit frühzeitig erkennt und behandelt.

11.6.2012 (verpd) Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) jüngst mitteilte, starben im Jahre 2010 über 218.800 Personen durch ein Krebsleiden. Damit war Krebs bei einem Viertel aller Sterbefälle die Todesursache. Vorsorgeuntersuchungen helfen, eine mögliche Erkrankung im Anfangsstadium zu erkennen. Bei den meisten Krebsarten sind die Überlebenschancen bei einer frühzeitigen Behandlung nämlich sehr hoch.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) starben in Deutschland im Jahr 2010 über 118.200 Männer und mehr als 100.600 Frauen an Krebs. Die häufigste Krebsart mit Todesfolge war der Lungen- und Bronchialkrebs mit knapp 43.000 Fällen. Danach folgten Brustkrebs, Krebserkrankungen des Dickdarms und der Bauchspeicheldrüse.

23 Prozent aller an Krebs Verstorbenen waren jünger als 65 Jahre. Bei den 45- bis 65-Jährigen war ein Krebsleiden mit einem Anteil von über 41 Prozent die häufigste Todesursache. Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe e.V. erkranken jährlich rund 490.000 Menschen neu an Krebs.
Frühzeitiges Erkennen hilft

„Je früher Krebs erkannt wird, desto höher ist die Chance einer Heilung", betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, und erklärt weiter: „Für viele Tumorerkrankungen gilt nach wie vor der Leitsatz ‚Früh erkannt – heilbar'. Daher ist eine informierte Entscheidung bei diesem Thema besonders wichtig."

Die gesetzlich geregelten Krebs-Früherkennungsmaßnahmen haben das Ziel, Tumore aufzuspüren, wenn sie noch sehr klein sind. Nach Aussagen von Experten sind insbesondere frühzeitig erkannte Brust-, Darm-, Haut- oder Gebärmutterhals-Krebserkrankungen sowie verschiedene Formen des Prostatakrebses oftmals gut heilbar. Zudem ist die Behandlung schonender, als wenn sich bereits Tochtergeschwülste gebildet haben.

Kostenlose Vorsorge

Derzeit werden von den gesetzlichen Krankenkassen folgende Krebs-Früherkennungsmaßnahmen kostenlos angeboten: Alle zwei Jahre können die über 35-Jährigen an einem Hautkrebs-Screening teilnehmen.

Im Alter zwischen 50 bis 55 Jahren ist ein jährlicher Stuhl-Bluttest möglich. Ab dem 55. Lebensjahr besteht ein Anspruch auf eine kostenlose Darmspiegelung, die nach zehn Jahren wiederholt wird. Wer die Darmspiegelung nicht durchführen lassen kann oder will, kann alternativ alle zwei Jahre einen Stuhl-Bluttest durchführen lassen.

Untersuchungen für Männer oder Frauen

Speziell für Frauen ab 20 Jahren ist eine jährliche Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane sowie ab 30 Jahren eine zusätzliche Tastuntersuchung der Brust möglich. Zwischen dem 50. bis einschließlich dem 69. Lebensjahr haben Patientinnen zudem alle zwei Jahre Anspruch auf die Teilnahme an einem Mammografie-Screening. Männern steht ab dem 45. Lebensjahr eine kostenlose Untersuchung der Prostata sowie des äußeren Genitals zu.

Auch privat Krankenversicherte haben Anspruch auf die genannten Früherkennungsmaßnahmen. Viele private Krankenversicherungen (PKV) bieten darüber hinaus auch umfassendere Vorsorgeuntersuchungen als die gesetzlich vorgeschriebenen an.

Informationsvielfalt

Speziell zum Thema Vorsorge informiert die Deutsche Krebshilfe mit Faltblättern über die Vor- und Nachteile der derzeit angebotenen gesetzlichen Krebs-Früherkennungs-Untersuchungen. Es gibt dazu entsprechende Faltblätter für Brust-, Darm-, Gebärmutterhals-, Haut- und Prostatakrebs, das Präventionsfaltblatt „10 Tipps gegen Krebs" sowie weiteres Informationsmaterial.

Die Unterlagen können auf der Webseite des Vereins kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden. Zudem stehen auch für Krebskranke und ihre Angehörigen zahlreiche Ratgeber sowie ein telefonischer Beratungsdienst (Telefon 0228/7299095) zur Verfügung.

Kostenlose Beratungshotline

Umfassende Informationen zur Krebsvorbeugung, zur Früherkennung, aber auch für Krebskranke und deren Angehörige gibt es zudem vom Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Neben einer kostenlosen Beratungshotline (Telefonnummer 0800/4203040) bietet der Internetauftritt von KID umfangreiches Wissen, wichtige Adressen sowie diverse Broschüren rund um die Krankheit Krebs.

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