Künstlersozialabgabe für 2013 festgesetzt

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Unternehmen und Vereine, die einen Künstler oder Publizisten regelmäßig beauftragen, müssen eine Künstlersozialabgabe zahlen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat vor Kurzem den Abgabesatz für die Künstler-Sozialversicherung für das kommende Jahr bekannt gegeben.

(verpd) Wer nicht nur gelegentlich Werke oder Leistungen selbstständiger Künstler oder Publizisten verwertet, muss einen bestimmten Prozentsatz der für diese Leistungen gezahlten Honorare an die Künstlersozialkasse abführen. Die Künstlersozialabgabe fällt im Jahr 2013 mit 4,1 Prozent um 0,2 Prozentpunkte höher aus als im laufenden Jahr, wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) kürzlich mitteilte.

Die Künstler-Sozialversicherung bietet freischaffenden Künstlern und Publizisten einen günstigen Zugang zur gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Dabei müssen selbstständige Künstler wie Arbeitnehmer nur die Hälfte der Beiträge aus der eigenen Tasche bezahlen.

30 Prozent werden durch die sogenannte Künstlersozialabgabe der Unternehmen und Verwerter, die die Künstler beauftragt haben, und 20 Prozent durch einen Bundeszuschuss finanziert.

Abgabepflicht für Unternehmen, Vereine und Organisationen

Im Webauftritt der Künstlersozialkasse heißt es dazu, alle Unternehmen sind abgabepflichtig, „die regelmäßig von Künstlern oder Publizisten erbrachte Werke oder Leistungen für das eigene Unternehmen nutzen, um im Zusammenhang mit dieser Nutzung (mittelbar oder unmittelbar) Einnahmen zu erzielen". Dazu gehören beispielsweise Firmen und Vereine, die die Gestaltung ihrer Webseiten von einem Web-Designer erstellen lassen.

Auch Organisationen und Unternehmen, die regelmäßig zum Beispiel einen Fotografen, Grafiker, Publizisten und/oder Journalisten beauftragen, Werbeplakate, Produktverpackungen oder Pressemitteilungen zu entwerfen, müssen eine Künstlersozialabgabe entrichten. Abgabepflichtig sind auch Vereine, Organisationen und Unternehmen, die jährlich mehr als drei Veranstaltungen mit selbstständigen Künstlern und Publizisten, wie Musikkapellen, Alleinunterhaltern, Clowns oder Tänzern, organisieren und damit Einnahmen erzielen wollen.

Personen, Unternehmen, Vereinigungen, Vereine et cetera, die eine oder mehrere Künstler beschäftigen – sei es auch nur teilweise oder als Nebenzweck –, sollten sich zur Klärung ihrer Abgabepflicht und zur Vermeidung von Nachteilen an die Künstlersozialkasse wenden. Denn eine Nichtzahlung der Abgabe kann zu hohen Strafen führen.

Höhe der Künstlersozialabgabe

Die Künstlersozialabgabe wird jedes Jahr auf Basis von Schätzungen des Bedarfs für das folgende Jahr durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zusammen mit dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) festgelegt. Wie das BMAS vor Kurzem mitteilte, wird sich der Abgabesatz für 2013 im Vergleich zum laufenden Jahr um 0,2 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent erhöhen.

Die Erhöhung für das kommende Jahr ist die erste Steigerung seit 2005, als der Satz mit 5,8 Prozent auf dem Höchststand in diesem Jahrtausend lag. Danach war der Abgabesatz fünf Mal in Folge gesunken und lag von 2010 bis 2012 bei jeweils 3,9 Prozent.

Das BMAS stellt heraus, dass der Satz mit einem geringfügigen Anstieg von 0,2 Prozentpunkten auf einem niedrigen Niveau habe gehalten werden können. Dies sei insbesondere vor dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld „ein gutes Ergebnis".

Verstärkte Kontrollen

Das Ministerium teilt weiter mit, dass die Zahl der selbstständigen Künstler und Publizisten in der sogenannten Künstlersozialkasse auf rund 175.000 gestiegen ist, was einen Zuwachs von 5.000 im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Zahl der erfassten Verwerter wird mit 150.000 nach 120.000 im Vorjahr angegeben.

Ministerin Dr. Ursula von der Leyen appellierte an alle Unternehmen, die künstlerische oder publizistische Leistungen in Anspruch nehmen, „entsprechende Honorare an die Künstlersozialkasse zu melden". Denn es könne nur dann auch künftig ein niedriger Beitragssatz gesichert werden, wenn lückenlos alle Unternehmen herangezogen würden.

In diesem Zusammenhang verwies von der Leyen auf Bußgelder von bis zu 50.000 Euro bei Zuwiderhandlung. Zudem gebe es seit der Reform der Künstlersozial-Versicherung 2007 verstärkte Kontrollen im Rahmen von Betriebsprüfungen bei Unternehmen durch die Träger der Deutschen Rentenversicherung.

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