Altersvorsorge: So sorgen die Deutschen für das Alter vor

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Eurokrise, Bankenkrise, Inflationsgefahren – die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind so unsicher wie selten zuvor. Wie Anleger mit ihrem Sparverhalten hierauf reagieren und auf welche Vorsorgeprodukte sie vertrauen, zeigen mehrere aktuelle Umfragen.

2.7.2012 (verpd) Die deutschen Anleger zeigen sich von der wirtschaftlichen Unsicherheit relativ unbeeindruckt: Ihre Sparbereitschaft ist nach wie vor hoch. Viele sind, was ihre Altersabsicherung betrifft, zudem optimistisch.

Nur noch 32 Prozent der Befragten haben Vertrauen in die Stabilität des Euro. Die Zahl derjenigen, die eine Inflation befürchten, liegt derzeit bei 42 Prozent, ein Prozentpunkt höher als 2011. Alles in allem herrscht aber nach wie vor gedämpfter Optimismus, was die wirtschaftliche Entwicklung im Land anbelangt.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie eines Versicherers, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut TNS Infratest GmbH.

Riester-Rente liegt vorne

Die Sparbereitschaft ist nach den Umfrageergebnissen trotz der Unsicherheiten an den Märkten stark ausgeprägt und liegt mit 62 Prozent nur zwei Prozentpunkte unter dem Wert des Jahres 2011. Der Anteil derjenigen, für die Sparen eine geringe oder gar keine Bedeutung hat, ist sogar leicht gesunken – von 16 auf 13 Prozent.

Dass in Krisenzeiten Sachwerte Hochkonjunktur haben, bestätigt eine repräsentative Umfrage der GfK GfK Marktforschung im Auftrag eines Lebensversicherers. Danach halten ein Drittel der Befragten Sachwerte wie Immobilien in der jetzigen Situation besonders wichtig.

Unter den privaten Altersvorsorgeprodukten schneidet die Riester-Rente am besten ab. 22 Prozent der Befragten halten sie für rentabel, weil der Staat Geld dazugibt. 21 Prozent halten die klassische Kapitallebens-Versicherung für die sicherste Vorsorgeform.

Die Mehrheit glaubt, genug vorgesorgt zu haben

Eine gewisse Sorglosigkeit, was die Höhe der notwendigen Altersvorsorge angeht, zeigt das aktuelle Anlegerbarometer „Altersvorsorge einer Investmentgesellschaft". Die Untersuchung dazu wurde Anfang Mai 2012 von der Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH durchgeführt. Danach glaubt nur jeder fünfte Befragte, nicht genug für seine Altersvorsorge getan zu haben.

Besonders zuversichtlich sind die 50- bis 59-Jährigen. Von ihnen sind sich 77 Prozent sicher, für den Ruhestand genug zurückgelegt zu haben. Je jünger die Befragten, desto größer ist die Skepsis. Bei den 20- bis 29-Jährigen ist nur noch gut ein Drittel (34 Prozent) davon überzeugt, dass ihre Sparanstrengungen fürs Alter ausreichen.

Zu der optimistischen Beurteilung der eigenen Vorsorgesituation passt eine andere Zahl. So meint jeder Fünfte (21 Prozent) sich nicht mit einer privaten Zusatzrente beschäftigen zu müssen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Befragung im dritten Quartal 2007.

Kein Grund zum Optimismus

Wenn man bedenkt, dass das Durchschnittseinkommen eines rentenversicherungs-pflichtigen Arbeitnehmers aktuell bei rund 2.700 Euro liegt, die Durchschnitts-Altersrente für alle, die ab 2010 in Rente gegangen sind, jedoch nicht einmal die Hälfte beträgt, ist dieser Optimismus fehl am Platz.

Konkret erhalten die Rentner in Westdeutschland 857 Euro und in Ostdeutschland 878 Euro durchschnittliche Altersrente und die Rentnerinnen in den alten Bundesländern 479 Euro und in den neuen Bundesländern 683 Euro.

Private Altersvorsorge

Wer sichergehen möchte, dass er im Alter nicht noch unbedingt arbeiten muss, um seinen bisherigen Lebensstandard halten zu können, sollte entsprechend vorsorgen.

Bei der Ermittlung, wie hoch die tatsächliche Rentenlücke im Einzelfall voraussichtlich sein wird und welche Altersvorsorgeprodukte individuell am besten passen, helfen wir Versicherungsvermittler aus Berlin gerne weiter.

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