Sicher ist es in Deutschland nirgendwo

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Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. präsentierte kürzlich eine Auswertung der Naturgefahren seit dem Jahr 1970. Diese zeigt, dass man hierzulande vor Wasser, Wind und anderen Naturgewalten nirgends sicher ist.

(verpd) Egal wo man in Deutschland wohnt, Elementargefahren wie Sturm, Starkregen, Blitzschlag und andere Naturrisiken können überall erhebliche Schäden anrichten. Dies zeigt der kürzlich veröffentlichte „Naturgefahrenreport 2012", eine teilweise bis ins Jahr 1970 zurückreichende Auswertung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Für den „Naturgefahrenreport 2012" wurden nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) erstmals systematisch die Entwicklung der versicherten Naturgefahren in Deutschland über einen langen Zeitraum hinweg nachgezeichnet und analysiert.

Sicher fühlen kann sich in Deutschland unabhängig vom Wohnort niemand vor Naturgewalten, so eine Erkenntnis einer vom GDV veröffentlichten Studie.

Von Blitz und Donner getroffen

So richten beispielsweise Überschwemmungen immense Schäden an. Diese treffen Wohn- wie auch Industriegebäude, und zwar im Flachland ebenso wie im Gebirge. Der bislang größte Elementarschaden an einer einzelnen Betriebsstätte wurde mit 135 Millionen Euro durch eine Überschwemmung im August 2002 registriert.

Für die Versicherer auch nicht viel billiger war das August-Hochwasser entlang der Elbe und der Donau im Jahre 2002 mit einem Schadenaufwand von 1,8 Milliarden Euro für 107.000 gemeldete Schäden. In manchen Regionen war nahezu ein Viertel aller versicherten Gebäude beschädigt.

Schlechte Erinnerungen an das Jahr 2002

Eine wachsende zusätzliche Schadendimension zeichnet sich bei Gewittern ab. Schäden entstehen hier nämlich nicht nur durch Brände, die durch einen Blitzeinschlag entfacht werden. Immer häufiger kommt es auch zu Überspannungsschäden an – mehr oder weniger empfindlichen – elektrischen Geräten. Teure Elektronik ist zudem mehr und mehr in Unternehmen wie auch in privaten Haushalten zu finden.

Im Jahr 2002 regulierten die Versicherer beispielsweise rund 610.000 Blitz- und Überspannungsschäden mit einem Gesamtschadenaufwand von 340 Millionen Euro.

Stadt-Land-Gefälle bei Überspannungsschäden

Regional gesehen ist, was die Häufigkeit von Blitzen angeht, laut den Auswertungen im Naturgefahrenreport besonders der Süden Deutschlands sowie das Erzgebirge gefährdet. Bei Überspannungsschäden kommt jedoch ein weiterer Einflussfaktor hinzu.

Hier sind nach den Erkenntnissen aus den Schadenauswertungen vor allem ländliche Regionen im Nachteil. In städtischen Gebieten mit sehr verzweigten Leitungsnetzen führt ein Blitzeinschlag nämlich deutlich seltener zu einem Überspannungsschaden.

Im Durchschnitt 1,3 Millionen Sturm- und Hagelschäden pro Jahr

Im Schnitt regulieren die deutschen Versicherer jedes Jahr allein in privaten Haushalten 1,3 Millionen Sturm- und Hagelschäden mit einer Entschädigungssumme von insgesamt 1,1 Milliarden Euro.

Wenn es um die Anzahl und die Gesamthöhe der versicherten Sachschäden geht, übertrifft Wintersturm Kyrill des Jahres 2007 nach wie vor alle andere Naturereignisse in den vergangenen Jahren. Für gut zwei Millionen Schäden musste die Assekuranz damals über zwei Milliarden Euro aufbringen.

Auch Naturkatastrophen haben unterschiedliche Charaktere

Bei Winterstürmen zeigt sich der Norden der Republik besonders exponiert, während es im Süden besonders häufig hagelt, wie sich statistisch nachweisen lässt. Es gibt jedoch nicht nur regionale Unterschiede bei den Hagel- und Sturmereignissen, wobei deren Auswirkungen unter anderem aber auch von den lokalen Bauvorschriften abhängen. Sie unterscheiden sich ebenso von ihrem Charakter her. Hagelschäden sind räumlich eher relativ eng begrenzt, während Stürme oft flächendeckend wüten und insgesamt größeren Schaden anrichten.

Zudem gibt es auch saisonale Unterschiede. So treten laut GDV 41 Prozent aller deutschlandweiten Unwetterereignisse in den Wintermonaten Dezember bis Februar auf, während 29 Prozent auf die Sommermonate Juni und Juli entfallen.„Die Auswertung zeigt aber: Der größte Wintersturm ist deutlich teurer als das größte Hagelereignis im Sommer", heißt es im Naturgefahrenreport. Der Naturgefahrenreport 2012 kann als 48-seitiges PDF-Dokument kostenfrei heruntergeladen werden.

Bedarfsgerechte Absicherung

Um sich vor den finanziellen Schäden solcher Naturgewalten zu schützen, bietet die Versicherungswirtschaft auf den jeweiligen Bedarf zugeschnittene Sachversicherungen an. Die Gebäudeversicherung deckt zum Beispiel Schäden durch Brand, Sturm und Leitungswasser an der Immobilie ab. Diese und weitere Risiken können mit einer Hausrat-Police den Hausrat oder mit einer Geschäftsinhalts-Versicherung das Inventar einer Firma absichern.

Wichtig ist, dass neben den üblichen versicherten Gefahren der Sachversicherungen auch die sonstigen Naturgewalten, wie zum Beispiel Starkregen, Überschwemmung, Schneelast und Erdbeben mitversichert sind. Dies ist meist gegen einen kleinen Aufpreis durch den Einschluss einer erweiterten Elementarschadendeckung in die Sachpolice möglich.

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