Gefährliche Krankenhauskeime

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(verpd) Ein internationaler Rückversicherer hat Tausende Verbraucher in 13 europäischen Ländern zu ihrer finanziellen Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit befragt. Eine große Mehrheit fürchtet, dass eine Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit oder Unfall zu Geldproblemen führt.

Die meisten Europäer sind nicht ausreichend versichert, um die finanziellen Folgen einer plötzlichen Erwerbsunfähigkeit infolge von Invalidität oder einer schweren Krankheit abzudecken. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die auf einer Umfrage von mehr als 13.000 Personen zwischen 21 und 75 Jahren unter anderem in 13 europäischen Länder basiert.

Befragt wurden Menschen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Israel, Irland, Italien, den Niederlanden, Polen, Spanien, Schweden, der Schweiz, der Türkei und Großbritannien. Davon ausgehend, dass die Menschen bei Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit oder Unfall einen Einkommensersatz von 60 Prozent benötigen, liege die Deckungslücke bei 750 Milliarden Euro, berichten die Studienautoren.

Zweifel, ob die Absicherung reicht

Grundsätzlichen Bedarf sehen auch die Befragten: Nur einer von zehn fürchtet hinsichtlich eines plötzlichen Einkommensausfalls überhaupt kein Risiko für sich oder seine Familie. Besonders groß sind die Unsicherheiten bei den 31- bis 45-Jährigen. Die über 60-Jährigen fühlen sich dagegen deutlich besser abgesichert. Neben dem Alter ist aber auch das Geschlecht entscheidend, ergab der Report. Berufstätige Frauen sehen für sich und ihre Familie einen deutlich höheren Absicherungsbedarf als gleichaltrige Männer.

Selbst wenn die Befragten nicht krankheitsbedingt vorzeitig aus dem Beruf aussteigen müssen, so sind sie aus eigener Sicht finanziell dennoch nicht gut aufgestellt. 41 Prozent der Befragten fürchten, dass sie deutlich länger arbeiten müssen als eigentlich vorgesehen, da die Rente nicht zum Leben ausreichen wird. 35 Prozent erwarten, dass die Rente zumindest nicht reichen wird, um den bisherigen Lebensstandard zu halten.

Hilfeleistungen im Alter könnten derzeit nur knapp die Hälfte der Befragten aus Ersparnissen finanzieren. 39 Prozent wären auf staatliche Leistungen angewiesen, nicht einmal jeder Fünfte hat dagegen eine Versicherung, die die Kosten übernehmen würde.

Kein ausreichender gesetzlicher Schutz

Tatsächlich reicht hierzulande die gesetzliche Absicherung weder bei einer gesundheitlich bedingten Frühverrentung noch bei der normalen Altersrente in der Regel aus, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Die gesetzliche Alters- oder auch die Erwerbsminderungsrente ist nämlich um einiges niedriger, als das bisherige Einkommen. Zudem hat nur derjenige Anspruch auf eine derartige Rente, der als gesetzlich Rentenversicherter bestimmte versicherungsrechtliche Voraussetzungen erfüllt.

Eine gesetzliche Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung erhält nur, wer aufgrund eines Leidens dauerhaft mindestens drei, aber weniger als sechs Stunden, und eine volle Erwerbsminderungsrente nur wer weniger als drei Stunden am Tag erwerbstätig sein kann. 2013 betrug die durchschnittliche Rente bei einer teilweisen Erwerbsminderung monatlich 487 Euro und bei einer vollen Erwerbsminderung 717 Euro. Anders als bei einer Berufsunfähigkeits-Absicherung spielt bei der Erwerbsminderungsrente die Art der bisherigen und der noch möglichen Erwerbstätigkeit keine Rolle.

Seit 2001 gibt es zudem für alle, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden, im Falle einer Berufsunfähigkeit keine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente mehr. Die Fakten zeigen, dass es für viele keine oder keine ausreichende gesetzliche Absicherung im Falle einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit gibt. Eine private Berufs- und/oder Erwerbsunfähigkeits-Versicherung kann jedoch diese Lücke schließen. Auch für eine ausreichende Altersvorsorge bietet die private Versicherungswirtschaft diverse Lösungen, die zum Teil sogar staatlich gefördert werden, an.