Besserverdiener sind im Krankheitsfall oft unterversichert

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Gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer bekommen zwar im Krankheitsfall nach der sechswöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber von der gesetzlichen Krankenversicherung ein Krankengeld ausbezahlt. Doch dies ist im Vergleich zu ihrem bisherigen Gehalt deutlich niedriger. Es gibt jedoch Möglichkeiten, diesen Einkommensverlust abzusichern.

Prinzipiell erhalten alle Arbeitnehmer im Krankheitsfall für mindestens sechs Wochen eine Lohn- beziehungsweise Entgeltfortzahlung durch ihren Arbeitgeber. Gesetzlich Krankenversicherte bekommen danach für maximal 78 Wochen ein Krankengeld von der Krankenkasse, bei der sie versichert sind. Wenn die Arbeitsunfähigkeit aufgrund der gleichen nicht ausgeheilten Krankheit mehrmals auftritt oder lange anhält, zahlt die Krankenkasse das Krankengeld innerhalb von drei Jahren in der Regel ebenfalls maximal für 78 Wochen ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit.

Allerdings entspricht die Höhe des Krankengeldes nicht der Höhe des bisherigen Verdienstes. Vor allem Arbeitnehmer mit einem höheren Gehalt müssen mit erheblichen Einkommenseinbußen rechnen.

Begrenzte Krankengeldhöhe

Denn zum einen beträgt die Höhe des Krankengeldes 70 Prozent des letzten beitragspflichtigen Gehalts, maximal 90 Prozent des Nettoarbeitsentgelts. Zum anderen wird ein Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungs-Grenze der Krankenversicherung, die in diesem Jahr bei monatlich 4.125 Euro liegt, nicht berücksichtigt. Wer mehr verdient, muss im Krankheitsfall daher mit erheblichen Einkommenseinbußen im Vergleich zu seinem normalen Gehalt rechnen.

Grundsätzlich berechnet sich das Krankengeld aus dem regelmäßigen Bruttoarbeitsentgelt, das der Arbeitnehmer verdient – dem sogenannten Regelentgelt. Das Höchstregelentgelt beträgt 137,50 Euro – dies errechnet sich aus der aktuellen Beitragsbemessungs-Grenze von 4.125 Euro geteilt durch 30 Tage.

Das Krankengeld (Höchstkrankengeld) ist auf maximal 70 Prozent des Höchstregelentgelts festgelegt, und beträgt somit in diesem Jahr 96,25 Euro pro Kalendertag. Das maximal ausbezahlte Krankengeld beträgt für 2015 demnach 2887,50 Euro im Monatsdurchschnitt, auch wenn der betreffende Arbeitnehmer weit über der Beitragsbemessungs-Grenze von 4.125 Euro im Monat verdient. Dies kann dazu führen, dass das ausbezahlte Krankengeld nicht ausreicht, um damit bei einer längeren Krankheit die laufenden Ausgaben zu bezahlen.

Einkommenseinbußen vermeiden

Mit einer privaten Krankentagegeld-Versicherung können gesetzlich Krankenversicherte jedoch solche krankheitsbedingten Einkommenslücken vermeiden. Wer bereits vollständig privat krankenversichert ist, für den spielt die Krankengeldberechnung der gesetzlichen Krankenversicherung keine Rolle. Er kann sich prinzipiell bis zur Höhe seines Nettoeinkommens versichern, sodass im Krankheitsfall keine Einkommenseinbußen entstehen.

Das versicherte Krankentagegeld lässt sich bei einer privaten Krankentagegeld-Police wie auch bei einer privaten Krankenvollversicherung zeitnah an Lohnerhöhungen anpassen.

Vielfach werden solche Erhöhungen in bestimmten Abständen ohne Wartezeiten und ohne erneute Gesundheitsprüfung angeboten, wodurch Versicherte unabhängig von ihrem Gesundheitszustand ihren Versicherungsschutz weiter verbessern können.