Zusatzversicherung: Jeder Fünfte war letztes Jahr im Krankenhaus

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Die Zahl der stationär behandelten Patienten ist letztes Jahr gestiegen, während die Anzahl der Krankenhäuser rückläufig ist. Welche Absicherung im Falle des Falles dem Einzelnen mehr Bequemlichkeit in der Klinik bringt.

(verpd) 2011 hatten rund 18,3 Millionen Menschen in Deutschland einen stationären Aufenthalt in einer Klinik, das ist rein rechnerisch jeder fünfte Bundesbürger. Damit ist die Anzahl der in einem Krankhaus behandelten Personen im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen, die der Krankenhäuser bei zugleich annähernd konstant gebliebenem Bettenangebot jedoch gesunken. Im Durchschnitt dauerte die Behandlung in einer Klinik knapp acht Tage, wie das Statistische Bundesamt errechnete.

Die Zahl der Patienten, die im vergangenen Jahr in einem Krankenhaus stationär behandelt werden mussten, ist um 1,6 Prozent oder rund 300.000 auf 18,3 Millionen gestiegen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bei der Vorlage der vorläufigen Ergebnisse der Krankenhausstatistik mitteilte.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einer Klinik ging zugleich auf 7,7 von 7,9 Tagen zurück. Die Bettenauslastung lag mit 77,3 (77,4) Prozent in etwa auf Vorjahresniveau.

Rückläufige Klinikzahlen

Die Zahl der Krankenhäuser ging nach den Angaben von Destatis gegenüber dem Vorjahr von 2.064 auf 2.041 weiter zurück. Im Jahr 2009 hatte es noch 2.080 Krankenhäuser gegeben. Trotz rückläufiger Klinikzahlen blieb das Bettenangebot mit 502.000 gegenüber dem Vorjahr (503.000) nahezu unverändert.

Dabei stehen 48,6 Prozent der Betten in einem Krankenhaus, das von einem öffentlichen Träger geführt wird. Der Anteil privater Kliniken betrug 17,2 Prozent. Der Anteil der sogenannten freigemeinnützigen Krankenhäuser erreichte 34,2 Prozent.

In den 1.235 Vorsorge- und Rehabilitations-Einrichtungen wurden wie im vergangenen Jahr wiederum rund 1,9 Millionen Patienten betreut. Der stationäre Aufenthalt beträgt im Durchschnitt 25,4 Tage. Insgesamt standen den Einrichtungen knapp 171.000 Betten zur Verfügung. Die Auslastung sank um 1,4 Prozentpunkte auf noch 78,7 Prozent. In diesem Sektor dominieren private Träger, die etwa zwei Drittel aller Betten anbieten.

Mehr Wahlfreiheit für gesetzlich Versicherte

Gesetzlich Krankenversicherte können sich zwar auf den ersten Blick das behandelnde Krankenhaus frei aussuchen. Allerdings muss der Arzt, der eine stationäre Behandlung verordnet, unter Berücksichtigung der Erkrankung die beiden nächstgelegenen Krankenhäuser angeben, die er für geeignet hält.

Wer ohne zwingenden Grund in eine andere als die vom Arzt vorgeschlagene Klinik geht und dies nicht von der Krankenkasse genehmigt wurde, muss mit einer Rückforderung der dadurch verursachten Mehrkosten rechnen. Das können beispielsweise höhere Behandlungs- und Pflegesätze des ausgesuchten Krankenhauses und auch Mehrkosten für den Krankenhaustransport sein.

Mehr Freiheit bei der Klinikwahl gibt es jedoch durch eine private Krankenzusatz-Versicherung, die den stationären Bereich abdeckt, denn je nach Vertragsvereinbarung übernimmt der private Versicherer die Mehrkosten. Auch die Differenzkosten für eine Unterbringung im Ein- oder Zweibett- statt im Mehrbettzimmer und/oder die Zusatzausgaben für eine Chefarztbehandlung oder für einen anderen Spezialisten können mit so einer Police abgedeckt werden.

Keine Einkommensverluste durch eine Krankheit

Ist man durch Unfall oder Krankheit vorübergehend arbeitsunfähig, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für maximal 78 Wochen 70 Prozent des Bruttolohns, höchstens aber 90 Prozent des Nettoeinkommens.

Insbesondere gut verdienende Angestellte müssen jedoch bei einer längeren Arbeitsunfähigkeit mit hohen finanziellen Einbußen im Vergleich zum Gehalt rechnen.

Die GKV berücksichtigt nämlich für die Höhe des Krankengeldes maximal das Einkommen bis zur Beitragsbemessungs-Grenze (monatlich 3.825 Euro in 2012). Das Gehalt oberhalb dieser Grenze wird nicht mit einbezogen. Mit einer Krankentagegeld-Versicherung lässt sich diese Einkommenslücke schließen.

Mehrkosten absichern

Bei einem Krankenhausaufenthalt fallen in der Regel zusätzliche Kosten wie der grundsätzlich von jedem erwachsenen Kassenpatienten zu zahlende Eigenanteil von zehn Euro pro Tag Krankenhausaufenthalt für maximal 28 Tage an.

Diese Kosten lassen sich durch eine Krankenhaustagegeld-Versicherung abdecken. Der Versicherte erhält dabei für jeden Tag, den er als Patient stationär in der Klinik verbringt, einen vorher vereinbarten, festen Geldbetrag zur freien Verfügung ausbezahlt.

Um sich im Falle eines Krankenhausaufenthaltes ohne drohende Mehrkosten bei der Klinikwahl, Behandlungsart und Unterbringung frei entscheiden zu können und auch finanziell keine sonstigen Nachteile zu erleiden, empfiehlt sich ein Beratungsgespräch mit uns Versicherungsvermittlern aus Berlin. Wir können nicht nur den möglichen Einkommensverlust ermitteln, der durch eine langwierige Krankheit drohen würde, sondern wir berücksichtigen auch die persönlichen Wünsche für einen entsprechenden Absicherungsvorschlag.