Unfallversicherung: Besonderer Unfallschutz für berufstätige Eltern

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Ein gesetzlicher Unfallversicherungs-Träger gibt Antwort auf die Frage, ob berufstätige Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen und dafür einen Umweg zu ihrer Arbeitsstätte in Kauf nehmen, während dieser Zeit gesetzlich unfallversichert sind.

(verpd) Arbeitnehmer, die bei der Fahrt zur Arbeit vom direkten Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstelle abweichen, stehen in der Regel nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Für berufstätige Eltern gilt jedoch eine Ausnahmeregelung.

Nach Angaben der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), einem gesetzlichen Unfallversicherungs-Träger, sind nicht nur Kinder auf dem Schulweg versichert. Unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen auch berufstätige Eltern, die ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit zur Schule bringen und deswegen einen Umweg fahren.

Fahrgemeinschaften

Gesetzlich unfallversichert sind zudem berufstätige Mütter oder Väter, die ihren Nachwuchs auf dem Arbeitsweg zu einer Tagesmutter, einem Kinderhort oder einer vergleichbaren Betreuungsperson oder -stelle bringen und auf dem Nachhauseweg von dort wieder abholen. Zudem besteht Versicherungsschutz für die berufstätigen Eltern, wenn sie im Rahmen einer Fahrgemeinschaft Schulkameraden ihrer Kinder mitnehmen.

Die berufstätigen Eltern sind bei dem Unfallversicherungs-Träger ihres Arbeitgebers gesetzlich unfallversichert. Für Schüler sind die Landesunfallkassen beziehungsweise der Gemeinde-Unfallversicherungsverband (GUVV) zuständig.

Träger der gesetzlichen Unfallversicherung

Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland sind in Paragraf 114 SGB VII (Siebtes Sozialgesetzbuch) aufgelistet und für unterschiedliche Personengruppen zuständig. Die Unfallkasse des Bundes ist beispielsweise Ansprechpartner für die Arbeitnehmer des Bundes, aber auch für besondere Personengruppen wie ehrenamtliche Helfer beim Deutschen Roten Kreuz, dem Technischen Hilfswerk und für Entwicklungshelfer.

In den Unfallkassen der Länder und Unfallversicherungs-Verbände der Gemeinden sind unter anderem die Angestellten des öffentlichen Dienstes sowie Kindergartenkinder, Schüler und Studenten versichert. Unternehmen und deren Beschäftigte gehören je nach Branche zu den entsprechenden gewerblichen oder landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften.

Zudem gibt es noch Feuerwehr-Unfallkassen, eine Eisenbahn-Unfallkasse und eine Unfallkasse Post und Telekom, die für die Mitarbeiter oder Angehörige dieser Unternehmen und Organisationen zuständig sind. Nähere Informationen gibt es direkt beim zuständigen Unfallträger oder bei deren Spitzenverband, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV), beispielsweise unter der Telefonnummer 0800 6050404.

Lücken im Versicherungsschutz

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet Arbeitnehmern überwiegend nur bei Arbeitsunfällen beziehungsweise bei Unfällen auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle Schutz. In der Freizeit besteht jedoch keine gesetzliche Absicherung, obwohl sich hier die meisten Unfälle ereignen. Selbstständige, Hausfrauen und Kleinkinder sind in der Regel gar nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert.

Die private Versicherungswirtschaft bietet zahlreiche Lösungen an, um sowohl einen fehlenden gesetzlichen Versicherungsschutz, aber auch die eventuell durch Unfall oder Krankheit auftretenden Einkommenslücken abzusichern.

Zu nennen sind hier eine private Unfallversicherung, eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung oder auch eine Krankentagegeld-Versicherung.

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