GKV oder PKV? Ab wann lohnt sich der Wechsel? Geht es günstiger?

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Welche Krankenversicherung passt zu mir?

GKV oder PKVSie haben die Möglichkeit, zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) zu wählen, und wissen nicht, was Sie tun sollen?

Gesundheit ist das wichtigste im Leben!

Viele stellen sich die Frage, ob sie sich privat oder gesetzlich versichern sollten. Es gibt keine einheitliche Antwort darauf. Wir helfen Ihnen gern bei der Entscheidung und informieren Sie zum Thema Krankenversicherung.

Folgende Personengruppen haben die Möglichkeit, zwischen GKV und PKV zu wählen:

  • Selbstständige und Freiberufler
  • Angestellte und Arbeitnehmer mit einem monatlichen Bruttoeinkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Die Grenze bezieht sich auf das Jahresbruttogehalt und wird bei einem Einkommen von derzeit (2013) 52.200€ im Jahr erreicht.
  • Beamte
  • Studente

Senden Sie uns ganz unverbindlich Ihre PKV-Anfrage per WebFormular zu. Einfach, schnell und unkompliziert. Unsere PKV-Spezialisten werden Sie kompetent beraten.

Wenn Sie nicht zu diesem Personenkreis gehören, oder sich bereits für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) entschieden haben, ist es wichtig, dass Sie eine Zusatzversicherung abschließen. Insbesondere für die Zähne, da die Kosten hier nur noch teilweise von der Krankenkasse übernommen werden. Welche Zahnzusatzversicherung die richtige ist, und wie umfangreich der Schutz sein sollte, erfahren Sie ebenfalls bei uns.

Folgende Möglichkeiten für eine Zusatzversicherung bieten wir Ihnen:

  • Auslandsreise-Krankenversicherung

Selbstständige & Existenzgründer

Als Selbstständiger haben Sie nicht nur die Aufgabe, sich um Ihr Unternehmen zu kümmern, sondern auch um sich selbst. Die Anfangszeit ist oft schwierig und kostet sehr viel Zeit, da man sich mit vielen Dingen auseinandersetzen muss, mit denen man zuvor nichts am Hut hatte. An dieser Stelle ist es sehr wichtig, dass Sie jemanden haben, der Sie im Bereich Rentenversicherung, Renten-Versicherungspflicht, Krankenversicherung, Sozialversicherung, Altersvorsorge, betriebliche Haftpflichtversicherung und Geschäftsinhaltsversicherung an die Hand nimmt und Ihnen ein Konzept erstellt.

GKV

Selbstständige und Freiberufler unterliegen nicht der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Sie können sich unter bestimmten Voraussetzungen in der GKV als freiwilliges Mitglied weiterversichern.

PKV

Mit Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit können Sie sofort eine private Krankenversicherung abschließen.

Der Beitrag für die private Krankenversicherung ist abhängig vom Tarif, also von den gewählten Leistungen, vom persönlichen Gesundheitszustand, Eintrittsalter und anderen Faktoren.

Angestellte & Arbeitnehmer

Wenn Ihr Bruttojahresgehalt über der Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) von derzeit 50.850€ liegt, haben Sie als Angestellter die Möglichkeit, sich in der GKV freiwillig weiterzuversichern oder in die private Krankenversicherung zu wechseln.

Ein Wechsel in die PKV kann mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende erfolgen.

Angestellte werden mit Ablauf des Jahres versicherungsfrei, in welchem ihr Gehalt die Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) übersteigt und voraussichtlich auch im Folgejahr übersteigen wird.

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Arbeitgeberzuschuss

Arbeitnehmer und Angestellte erhalten einen Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung, unabhängig davon, ob sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind.

Auch an den Beiträgen zu Ihrer privaten Krankenversicherung beteiligt sich Ihr Arbeitgeber mit bis zu 50%. Um diesen Zuschuss zu erhalten, müssen in der PKV dieselben Leistungsbereiche versichert sein, wie in der GKV, insbesondere auch die Entgeltfortzahlung nach 6 Wochen (ab dem 43. Tag). Der Arbeitgeberzuschuss wird steuerfrei ausgezahlt.

Die Höhe des Arbeitgeberanteils ist abhängig von dem zu zahlenden Beitrag in der Krankenversicherung. Er beträgt maximal 50% des Beitrages, höchstens jedoch die Hälfte des Höchstbeitrages in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die jeweiligen Höchstsätze für PKV-Versicherte im Jahr 2013:

Krankenversicherung

• Maximal zuschussfähiger Beitrag: 574,88€

• maximaler Arbeitgeberzuschuss: 287,44€

Pflegepflichtversicherung

• Maximal zuschussfähiger Beitrag: 80,72€

• maximaler Arbeitgeberzuschuss: 40,36€ (für Sachsen: 20,67€)

Bis zu diesen Höchstgrenzen ist unter bestimmten Voraussetzungen auch der Beitrag für privat krankenversicherte Familienangehörige des Arbeitnehmers (Ehepartner, Kinder) zuschussfähig.

Beamte

Beamte und ihre nicht berufstätigen Familienangehörigen sind beihilfeberechtigt. Im Rahmen der Fürsorgepflicht übernimmt ihr Dienstherr einen Teil der anfallenden Kosten für medizinische Versorgung. Während ein Beamter selbst einen Anspruch auf 50% Beihilfe hat, erhält der Ehepartner 70% und die Kinder je 80%. Die Gewährung der Beihilfe regeln, je nach Zuständigkeit, die Beihilfevorschriften des Bundes oder der Länder. Eine bundeseinheitliche Regelung gibt es nicht.

Die darüber hinaus anfallenden Kosten werden durch eine entsprechende private Krankenversicherung (Beihilfetarife) abgedeckt.

Für Beamte gilt grundsätzlich keine Sozialversicherungspflicht. Sie haben aber die Möglichkeit, sich in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) freiwillig zum Höchstbeitrag zu versichern. Für den Dienstherrn endet dadurch die Fürsorgepflicht und er ist von der Beihilfegewährung befreit.

Studenten

Studenten können selbst darüber entscheiden, ob sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern wollen. Innerhalb von drei Monaten ab dem Zeitpunkt der Immatrikulation können sie sich von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreien lassen und sich für die private Krankenversicherung entscheiden.

Entscheidung für das gesamte Studium

PKV Studenten

Es ist eine Entscheidung für die gesamte Studienzeit, denn die Befreiung kann nicht widerrufen werden. Aber wer die Frist versäumt, ist auf Jahre hinaus an die gesetzliche Krankenversicherung gebunden: Die Versicherungspflicht als Student endet erst mit der Exmatrikulation, nach dem 14. Fachsemester oder mit dem Alter von 30 Jahren.

Wer sein Studium bis dahin nicht beendet hat, muss sich für die restlichen Semester entweder für einen erheblich höheren Monatsbeitrag freiwillig gesetzlich krankenversichern oder zu diesem Zeitpunkt wiederum in die private Krankenversicherung wechseln. Bei der DKV gibt es spezielle Studententarife.